DK0026 Gitarren bauen

Alex und ich saßen auf der Couch und haben darüber geredet, wie man bzw. er Gitarren baut.

Gitarren bauen ist ja, wie so vieles, eine Wissenschaft für sich. Alex fing vor ein paar Jahren an, sich da rein zu arbeiten und baut mittlerweile Gitarren auf eigene Faust. Interessant ist dabei zu erfahren, was für Materialen er benutzt, wo er die Teile her hat, was für Kosten entstehen dabei und wie man eine Gitarre dazu kriegt auszusehen als wäre sie 40 Jahre alt.

Wenn ihr sehen wollt, was Alex gerade zu anzubieten habt, dann folgt diesen Links:

Alex Gitarren Facebook Seite

Eine Gitarre bei Ebay Kleinanzeigen

Und noch eine Gitarre

avatar Chris Mock
avatar Alex Papatheodorou

Alex und Chris mit Ibanez

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3 thoughts on “DK0026 Gitarren bauen

  1. Matthias Fromm

    Moin zusammen!

    Zwei Aspekte an dieser Folge sind wirklich sehr cool: erstens das Thema und zweitens der kurze Abstand zur Folge davor! ;-)

    Im Ernst, sehr coole Folge! Gitarrenbau ist durch Zufall genau das Thema mit dem ich mich gerade wieder erneut beschäftige. Naja, ich beschäftige mich in einem neuen Spaßprojekt eher mit einer Mischung aus Restauration und Bau.

    Ich bin so lange ich Gitarre spiele auch schon immer Fan der klassischen Flying-V gewesen. Die formschönste Ausführung ist für mich nach wie vor die klassische Gibson Flying-V, die etwas dicker ist und in weniger krassen Spitzen endet (im Gegensatz zu vielen ESP, Dean, BC Rich oder was auch immer). Im Grunde die konservative Form dieser an sich schon auffälligeren Bauweise.

    Ich habe nun vor kurzem den Korpus (inkl. Hals) einer Flying-V aus den 80ern ersteigert und widme mich dem Projekt des Aufbaus dieser Gitarre – Stück für Stück. Wie Ihr ja auch schon angesprochen habt, das dauert sicher etwas, aber ich finde es jetzt schon super.

    Wie gesagt, ich hab wirklich nur den Body mit dem Hals erworben. Der Body ist meines Erachtens entweder aus Erle oder Linde gefertigt. Der Hals sieht mir stark nach Ebony-Fretboard aus. Alle anderen Teile wie Mechaniken, Sattel, Brücke/Tremolo, Tonabnehmer, Potis, Schlagbrett und Klinkenbuchse fehlen und müssen ergänzt werden. Ihr seht also, ein sehr langatmiges, offenes und wahrscheinlich auch etwas kostspieliges Projekt.

    Jetzt bin ich schon eine kurze Weile am Lesen. Und genau den Punkt habt Ihr sozusagen in Eurem Podcast übersprungen – die anfänglichen Überlegung die man so anstellt, um den Wunschsound und damit die richtigen Komponenten zu identifizieren. Nur so als Beispiel: Will ich eher Metal-Sound, oder doch was Typ-untypisches? Will ich modern, oder vintage? Daraus resultierend stellen sich eine ganze Menge komponentenbezogener Fragen, z.B. welche Brücke man verbauen will, welche Pickups man miteinander kombinieren sollte, welche Mechaniken, und so weiter. Genau an der Stelle stehe ich gerade und lese was ich so kann. Specs der alten Klassiker aus der Zeit, Specs von modernen Nachbauten, Specs moderner Bauarten, Blogs, Bücher die sich mit Gitarrenbau beschäftigen, oder auch Machwerke die sich mit der Physik der Gitarre beschäftigen (wie bspw. das unfassbar umfängliche Werk von Manfred Zollner). Und ich sage Euch, das Feld ist an der Stelle echt weit. Hier wäre es sehr spannend zu erfahren, wie Alex an sowas herangeht.

    Optisch fällt es mir tatsächlich leichter. Hier tendiere ich entweder zur sehr klassischen Variante, schwarz-weiß, wie die klassische Gibson Flying V. Oder ich probiere mich mal einer Relic Version, auf Basis des gealterten Holzes (runter mit dem Lack und dann z.B. mit Eisenwolle und Essig das Holz altern). Am Ende würde in dieser zweiten Version dann eine “ergraute” V herauskommen in der man die Holzmaserung erkennen kann. Das hängt aber tatsächlich auch stark von der Art und Maserung des Holzes ab. Naja, am Ende kommt’s vielleicht auch hier anders als man denkt.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Vielleicht habt Ihr ja nochmal Lust die Hörer ein wenig Einblick in Euer (oder Alex’s) Vorgehen bei der Entscheidung von Sound und Komponentenkombination zu gewähren.

    Ansonsten, weiter so!

    Cheers,
    Matthias

    Reply
  2. Alex

    also bevor es überhaupt mit dem “Shopping” losgeht, überlege ich mir natürlich schon sehr klar was mit dem Instrument passieren soll. Wie du schon sagst, Metal-Destroyer oder Country-Brett…. oder sogar vllt. eine Mucker-Klampfe die in einer Top-40 Band alles so ein bisschen kann. Hat ja beides seinen charme.
    Ich lese mir ehrlichgesagt viel Wissen an, denn alles kennen kann man ja nicht. Wenn ich den Sound von Brad Paisley geil finde, kann ich ja schnell herausfinden was in seinen Gitarren verbaut ist. Das zB bei Pickups sehr hilfreich sein kann (wenn man so gar keine Idee hat). Ich kombiniere auch gerne. zB StegPU wie bei Brent Mason und NeckPU wie bei Brad Paisley (jetzt nur als Beispiel).
    Bei den Hölzern habe ich so meine eigene Vorstellung. Zb bin ich riesen Alder (Erle) Fan. Bei Teles stehe ich zB total auf rosewood hälse. das ist dann würde ich sagen reine Geschmacksfrage. Aber natürlich auch Sound. Das basiert dann total auf Erfahrungswerten.
    Bei der Hardware muss ich sagen dass es sich voll lohnt hochwertige Parts zu kaufen. Ich habe schon zu viele €uros für mittelmäßige Tuner oder Bridges ausgegeben. Schluss damit :-)
    Aber die Hardware macht nactürlich auch Sound-mäßig nochmal einen Unterschied, und da orientiere ich mich schon sehr stark an den traditionellen Modellen. Wie sieht denn bitte eine ge-agede vintage tele mit einer Evertune-Bridge aus :-)

    Reply
  3. Matthias Fromm

    Moin Alex!

    Danke Dir für die Antwort!

    Wie ich feststelle, liegen wir von der Herangehensweise gar nicht so weit auseinander. Ich tendiere auch stark dazu nach dem Sound von Musikern zu gehen, die mir “was geben”. Ist im Falle der Flying V ist das allerdings gar nicht so einfach für mich wie ich feststelle, da hier tatsächlich weniger Vertreter existieren denen ich tatsächlich zugetan bin. Ich schaue tatsächlich nicht nach dem Ultra-Metal-Brett, obwohl die Bauweise der V natürlich dafür prädestiniert ist. Also mäandere ich auch in die Les Paul Ecke, und schaue was da Gitarristen an Hardware nutzen, die auch auf Mahagoni-Mahagoni Kombinationen spielen.

    Da ich mit der Holzkombination des Bodies/Necks (Mahagoni/Mahagoni) gut leben kann, geht tatsächlich der Rest der Energie (und Kohle) in die Parts. Und ich stimme Dir absolut zu, dass da nur gute Sachen reinkommen. Bei den Pickups schwanke ich gerade zwischen der klassischen Gibson V Besetzung (’57 Classic and ’57 Plus Classic), oder der Seymour Duncan Kombi JB and ’59, wobei auch die Burstbucker von Gibson noch eine Option wären. Naja. Ich denke bei den Mechaniken gehe ich auf klassische Grover. Bridge steht als nächstes an.

    Oder vielleicht kommt auch alles anders als man denkt…

    Danke Dir auf jeden Fall für den Einblick!

    Cheers,
    Matthias

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